… und vielleicht nun doch auch bald Ehe?
Geschrieben von Sebastian Hertz:
Zusammen mit meinem Bruder Stephan Hertz, Inhaber und Geschäftsführer des Miniatur Wunderlandes in Hamburg, besuche ich erneut das Bezirksamt. Frau (anonymisierte Beamtin Nr. 1) ist heute krank, was sich aber fast als ein glücklicher Zufall entpuppt, da wir so direkt zu Ihrer Chefin Frau (anonymisierte Beamtin Nr. 2) geschickt werden.
Auf meine kurze Einleitung und Schilderung des Falles gab sich Frau (anonymisierte Beamtin Nr. 2) zunächst sehr abweisend:
Man hätte hier Vorschriften, diese Angelegenheiten betrachte man völlig leidenschaftslos, wir sollen zum Standesamt gehen, uns an das Konsulat wenden, in Dänemark heiraten oder sonst was, hier bekämen wir jedenfalls kein Visum.Nach Vorlage der Vollmacht (dass wir Wei in dieser Angelegenheit vertreten) und ein Blick auf meinen und Wei´s Ausweis wurde sie jedoch hellhöriger. Der noch verschlossene und versiegelte Brief meiner Mutter kam ihr wieder in den Sinn.
Nach Vorlage der Visitenkarte meines Bruders stellte sich ihre Körpersprache von Abwehr auf einen Ausdruck um den ich nur so beschreiben kann: „Vielleicht finden wir ja doch eine Lösung…“. Nach einer kurzen Fachsimpelei – wir haben uns ja umfassend informiert – einigen wir uns dann schließlich auf folgende Vorgehensweise: Wir besorgen ein Schreiben vom Hamburger Konservatorium, dass Wei’s Leistungen aus Lübeck dort voll anerkannt wurden und sie ernsthaft studiert, weiter auf eine schriftliche Bestätigung des Konsulates in Shanghai, dass dort unsere Unterlagen ohne Visum nicht beglaubigt werden.
Auf diese Weise ließe sich (Originalton Frau anonymisierte Beamtin Nr. 2) „diese bürokratische Hürde wohl nehmen“.
Gut so, denn nun steht einer friedlichen Einigung nichts mehr im Wege und die angedachten weiteren Schritte erübrigen sich hoffentlich…
Nebenbei bemerkt, wären wir nicht persönlich hingegangen, hätte das Bezirksamt gar nichts unternommen, da sie sich durch unsere Heirat die Bearbeitung unseres Falles ja sparen könnten. Dass das Konsulat hier nicht mitspielt war Frau (anonymisierte Beamtin Nr. 2) neu…
Wir werden diese positiven Nachrichten entgegenkommend im Internet platzieren, jedoch sind wir noch abwartend, da ja noch kein Visum ausgestellt worden ist.

Ich hatte so ein ähnliches Problem mit meinem Mann. Der kommt aus Afrika und er konnte leider nicht hierbleiben, deswegn wollte wir heiraten, aber in Deutschland war das in der kurzen Zeit nicht möglich, deswegen haben wir das in Dänemark gemacht! Leider ist die Beziehung kaputtgegangen, aber er darf jetzt hie rin Deutschland bleiben!
Viel Glück euch beiden!
[...] Was die Ausländerbehörde im Bezirksamt so alles haben will… [...]
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Studentin an der TU Chemnitz und schreibe gerade meine Diplomarbeit zum Thema “Verwendung mobiler Endgeräte im Automobil- ein internationaler Vergleich”, in dem ich die drei Länder China, Deutschland und die USA miteinander vergleiche. Dafür habe ich einen Fragebogen konzipiert, der als web Version per INternetlink versendet wird und auch im Internet ausgefüllt werden soll. Die Daten der Länder Deutschland und USA sind sehr schnell erhoben worden, da die nötigen Quellen zum Anschreiben von möglichen Teilnehmern da waren. Leider läuft mir jetzt die Zeit davon, weil es sehr schwierig ist, Chinesische Bürger zu finden, die meinen Fragebogen ausfüllen möchten. Es wäre mir eine große HIlfe, wenn Sie den folgenden Link zu diesem chinesischen Fragebogen an chinesische Staatsbürger schicken könnten. Vielleicht bekomme ich so noch die fehlenden 40 Teilnehmer zusammen, die mir bis Ende der Woche noch fehlen. Es gibt keinerlei Einschränkungen, um an dieser Umfrage teil zu nehmen- man muss nur eben ein Chinese sein und am besten noch in China wohnhaft sein.
http://www-user.tu-chemnitz.de/~lep/limesurvey/index.php?sid=96311&newtest=Y
Es wäre mir eine sehr große Hilfe, wenn Sie mich dabei unterstützen könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Michaela Heinz
Also ich hatte eine ähnliche geschichte mit eine jugoslawerin. bis ich gemerkt habe dass sie nur die papiere haben will….naja…heute helfe ich andere menschen zu heiraten…komisch :-D
Sind Sie glücklich mit der Behörde? Heirat ist eine schone Sache in unserem Leben, oder?
Meine Verlobte und ich möchten heiraten. Wir haben schon zwei Jahre alle unserer Mühe gegeben und haben über 2000€ für die geforderten Dokumenten ausgegeben. Bis jetzt können wir immer noch nicht bei der Behörde anmelden.
Ich bin eingebürgter Deutscher (arbeite als IT-Spezialist) und lebt seit über 20 Jahre in Deutschland. Meine Verlobte lebt in China . Sie hat schon 5 mal bei der deutschen Konsulat für die Legalisierung der geforderten Dokumenten.
In August 2008 hat meine Verlobte mich (in Deutschland) besucht. Wir möchten heiraten und haben bei der Behörde informiert, dass man jetzt eine deutsche Sprache Zeugnisse braucht. Meine Verlobte hat ganz Jahr intensiv Deutsch gelernt und hat in Juli 2009 die Prüfung bestanden. Sofort hat meine Verlobte mir ihre Unterlagen zur Eheschließung geschickt. Ich habe die Unterlagen (Geburtsurkunde, Aktuelle Familienstandserklärung, Haushaltsregister, Scheidungsurkunde, Beschäftigungszeugnis, Hochschuleabschlusszeugnis) durch ein deutsches Übersetzungsbüro (vom Gericht in Hamm ermächtigten Übersetzer) übersetzen und beglaubigen lassen.
Nachdem meine Verlobte die übersetzten und beglaubigten Unterlagen erhalten hat, hat sie einen Termin beim deutschen Konsulat in Shanghai vereinbart. Als sie beim Konsulat war, war sie informiert, dass die Unterlagen von der chinesischen Seite legalisiert und neu übersetzt werden müssen.
Nachdem die Unterlagen in China noch mal in Deutsch übersetzt sind und von chinesischen Auswärtigsamt legalisiert sind, fuhr sie nochmals zum deutschen Konsulat. Sie war informiert, dass sie für das Visum eine Eheschließungsanmeldungsbescheinigung von dem Standsamt in Deutschland braucht. Der Mitarbeiter in der Konsulat sagte zu ihr, dass sie das doppelte legalisierte Ehescheidungsurteil (durch chinesischen Auswärtigsamt und deutsche Konsulat) zu mir nach Deutschland schicken sollte, um die Eheschließungsanmeldungsbescheinigung beim Standsamt dort zu bekommen. Die anderen Unterlagen hat Konsulat behaltet.
Als ich mit dem legalisierten Scheidungsurteil beim Standsamt war, war ich informiert, dass ich die kompletten Unterlagen haben muss. Die Mitarbeiterin sagte zu mir, dass sie noch die erste Heiraturkunde von meiner Verlobte verlangt hat (sie war einmal geheiratet). Ich habe zu der Mitarbeitin gesagt, wir können noch mal die anderen Unterlagen übersetzt und von dem chinesischen Auswärtigsamt und der deutsche Konsulat doppelt legalisieren lassen. Meine Verlobte kann aber nicht ihre frühere Heiraturkunde legalisieren lassen, da in China bei der Ehescheidung die Heiraturkunde zurückgegeben werden muss. Meine Verlobte hat nicht mehr die Heiraturkunde. Sie kann natürlich auch nicht, die Heiraturkunde legalisieren lassen.
Meine Verlobte fuhr zum 4mal nach Shanghai und Hangzhou und hat noch mal alle anderen Unterlagen beim chinesischen Auswärtigsamt und deutschen Konsulat legalisieren lassen. Ich habe mit den Unterlagen nochmals zum Standsamt. Der Standsamt hat die Unterlagen (mehr als 20 Dokumente) genommen und an Oberlandsgerichte München weitergeleitet.
Kurz nach der Weihnachten habe ich einen Brief von Oberlandsgerichte bekommen, dass sie die Unterlage der früher Heiratsurkunden von meiner Verlobte braucht und meine beglaubigte und in deutsche Sprache übersetzte Geburtsurkunde noch mal übersetzt werden muss.
Wir sind ratlos. Meine Verlobte fuhr zum 5mal zur deutschen Konsulat und hat eine Mitarbeiterin in der Konsulat gefragt. Die Mitarbeiterin in der Konsulat hat gesagt, dass sie auch Unsinn findet, dass die Oberlandsgerichte so ein Dokument verlangt haben muss, da man in China die Heiraturkunden zurückgeben muss, wenn man scheidet.
Jedes mal meine Verlobte nach Shanghai (über 500km) in deutschen Konsulat fährt, muss sie in Shanghai übernachtet. Und die deutsche Behörde lehnt ab, mit der deutschen Konsulat Kontakt zu nehmen.
Vorgestern hat die Mitarbeiterin in Standsamt mich informiert, dass ich ein doppeltes legalisiertes Dokument, in dem das die chinesische Behörde die Heiraturkunden nicht erstellen kann, weil sie geschieden ist, vorlegen muss. Als meine Verlobte versucht, nochmals ein Termine mit der Konsulat zu vereinbaren und zum 6mals zum deutschen Konsulat zu fahren, haben die Mitarbeiter in der Konsulat auch keine Geduld auf das Wart von Eheschließungsanmeldungsbescheinigung von Standsamt mehr.
Was machen wir jetzt?