An das Bezirksamt Hamburg Wandsbek


An das Bezirksamt Wandsbek
Ausländerabteilung
z. Hd. Frau (anonymisierte Beamtin Nr. 1)

Sehr geehrte Frau (anonymisierte Beamtin Nr. 1).

Am 20. Nov.2007 suchte mein Sohn Sebastian Hertz mit seiner Verlobten, Frau Wei Z. Ihre Dienststelle auf, um das Visum von Frau Z. verlängern zu lassen. Dieses wurde abgelehnt, weil die junge Frau nicht mehr in Lübeck sondern jetzt in Hamburg studiert.

Frau Z. hat sich also nichts zu schulden kommen lassen, außer dass sie aus Unkenntnis nicht sofort ein neues Visum für das Studium in Hamburg beantragte.

Mein Sohn lernte Frau Z. vor etwa 4 Jahren kennen und lieben und lebt seit über 3 Jahren mit ihr zusammen. Im letzten Jahr wurde die Verlobung gefeiert und die Hochzeit für den 2. Mai dieses Jahres geplant und mit dem Standesamt in Schloss Ahrensburg abgesprochen .

Das Glück und die Zukunft dieser beiden jungen Leute hängt also von der Verlängerung eines Visums ab!

Unsere lebt seit über dreihundert Jahren in Hamburg und viele ihrer Mitglieder (Reeder, Kaufleute, Physiker) haben sich um diese Stadt verdient gemacht, wie es das Wappen am Rathaus bezeugt.

Auch meine Söhne haben die Tradition fortgesetzt, der eine als Mitbegründer des Miniatur-Wunderlandes in der Speicherstadt und der andere als Kaufmann wie sein verstorbener Vater.

Es wäre schön, wenn die Verwaltung der weltoffenen und toleranten Stadt Hamburg eben genau dieses auch in der Praxis bewiese.

Sollte Ihre Dienststelle nicht kompetent sein, bitte ich Sie, mir eine zuständige zu nennen.

Gerade Sie, als Frau werden dafür Verständnis haben, dass ich meine zukünftigen Enkelkinder hier in unserem Land und nicht in weiter Ferne aufwachsen sehen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Hertz-Jirka

Dieser Brief bedarf wohl keines weiteren Kommentars. Er wurde dem Bezirksamt Hamburg Wandsbek heute persönlich zugestellt…

Mehr zum Thema:

3 Replies to “An das Bezirksamt Hamburg Wandsbek”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.