Bilderklau kann teuer werden!

Es ist immer wieder interessant, mit welchen Themen sich unser Rechts-System so beschäftigt. Im lawblog von Udo Vetter wird gerade wieder das Thema Urheberrecht aufgegriffen.

Es geht um Bilder, die bei eBay herunter und dann für die eigenen Auktionen wieder herauf geladen werden. Aufgegriffen hat das Thema Volker König bei Telepolis:

Profifotos klauen wird besonders teuer

Natürlich sind diese professionellen Fotos begehrte Objekte von Bilderdieben. Das ärgerte den Fotografen. Noch mehr ärgerte es ihn, dass viele auf den Bilderklau angesprochene „Täter“ ihm zum Teil dumm kamen: „Beweisen Sie doch erst mal, dass Sie das Bild gemacht haben und nicht ich.“

Natürlich hat der Fotograf Anspruch auf Schadenersatz für die unerlaubte Nutzung seiner Fotos. Manche Quellen sprechen sogar vom Fünffachen der branchenüblichen Lizenzgebühren, das Doppelte ist aber auf jeden Fall drin, denn eine Strafe für die unberechtigte Nutzung muss sein. Unser Produktfotograf hatte nach einiger Zeit die Nase voll von dummen Sprüchen und beauftragte einen Anwalt, seine Rechte zu wahren und gegen die Bilderdiebe vorzugehen. Der Anwalt bekommt vom Fotograf die betreffenden Auktionen genannt, ermittelt den Anbieter und mahnt ab. Und auch das vergleichsweise moderat: Der geschädigte Fotograf soll rund 250 Euro an Lizenz- und Strafgebühren bekommen, der Anwalt berechnet rund 270 Euro an Gebühren. Der Gegenstandswert wird mit 2.750 Euro auch nicht zu hoch angesetzt.

Fazit: Lieber die Finger weg vom Bilderklau…

Für die Opfer gibt es einen interessanten Tipp:

Manche Opfer dieser Praxis sind dazu übergegangen, anhand der Referrer-Angaben zu ermitteln, ob ein Bild vom eigenen Server aus referenziert wurde und liefern andernfalls „liebevoll“ modifizierte oder gar obszöne Bilder anstelle des gewünschten Fotos zurück. Dem Bilderdieb fällt das oft erst nach der Auktion auf, denn in seinem Browsercache findet sich noch die „echte“ Version des Bildes. So hat der Geschädigte seinen Spaß und der Gauner erntet Spott statt Bargeld.

Vielleicht sollte ich mich mit diesem Thema auch mal näher befassen ;-)

Quelle der Zitate: Telepolis / www.heise.de

Eine Antwort auf „Bilderklau kann teuer werden!“

  1. Hi,

    Ich find es sowas zum ko…
    Die sollen sich mal nen ordentlichen Job suchen und nicht dauernd Leute wegen angeblichen Urheberrechtsverletzungen verklagen.
    Die Summen sind sowas von utopisch, das absolut steht zu keiner Relation.

    Wenn man ein Bild in einem Free Archiv findet, kann es unter Umständen passieren, das man plötzlich Post bekommt von einen bisher unbekannten Anbieter. Rechtlich hat man absolut keine Change dagegen anzugehen.

    Und dann wundert sich Vater Staat das die Kriminalität immer mehr ansteigt? Wenn man wegen solchen Lappalien angeklagt wird?

    Denk da mal drüber nach…

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