Kein Ende der Gerüchte-Küche: Märklin, quo vadis?

Kein Thema bewegt die -Szene derzeit so sehr, wie die ständigen Gerüchte um den Märklin-Verkauf.

Wie Spiegel-Online (auf der Basis eine Reuters-Meldung) berichtet (-> Kultfirma-Verkauf), wird wieder verhandelt:

Ein britischer Investor möchte zumindest als Anteilseigner einsteigen – und Märklin vielleicht sogar ganz übernehmen.

Es geht um die britische Private-Equity-Firma Kingsbridge Capital Advisors. Sie verhandele derzeit mit den Märklin-Eigentümern über einen Einstieg, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, und zitiert eine informierte Person mit den Worten: „Es scheint auf eine Einigung hinauszulaufen.“ Offen sei noch, ob es um eine volle Übernahme oder nur eine Beteiligung an Familienunternehmen aus Göppingen gehe.

Schon zu Jahresende erreichten erste Gerüchte (-> Manager-Magazin.de Wird Märklin verkauft?) über einen geplanter Verkauf und erhebliche finanzielle Probleme die Modellbahn-Szene, doch damals wurde der Verkauf von Paul Adams noch mehr oder weniger bestritten:

Unternehmenschef Paul Adams (47): „Zu Gerüchten nehmen wir keine Stellung.“

Angesichts der Vorgehensweise des Käufers könnte man aber schon fast von einer „feindlichen Übernahme“ sprechen, wenn ich mir den folgenden Absatz der Spiegel-Meldung ansehe:

Der Einstieg der Briten könnte über den Verkauf von Krediten erfolgen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs soll im Auftrag von Kingsbridge bereits mehrere Millionenkredite erworben haben, die Märklin zurückzahlen muss. So sei eine Kredittranche, die ursprünglich die DZ Bank zur Verfügung gestellt habe, an Goldman weitergereicht worden. Beide Banken wollten keine Stellung zu diesen Berichten beziehen. Laut „Wirtschaftswoche“ will Kingsbridge die Märklin-Kredite fällig stellen – und dann in Eigenkapital umwandeln.

Was da jetzt tatsächlich hinter den Kulissen abläuft, wird sicherlich irgend wann noch auf den Tisch kommen. Vorerst aber wird weiter „vernebelt“, denn noch am 28.Februar war im Manager-Magazin (-> Lokruf aus Schwaben) zu lesen:

Adams, … , behauptet zwar: „Wir stehen derzeit nicht zum Verkauf“, fügt aber Sekunden später hinzu, „dass man in so einer Phase auch über einen Verkauf nachdenkt“. Das sei doch nur „logisch“.

Märklin, quo vadis?

Vorstandspflichten bei feindlichen Übernahmeangeboten.

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