Big Data, Vorratsdatenspeicherung und was man damit anfangen kann!

Wo liegt eigentlich das Problem bei der Vorratsdatenspeicherung? Was man so alles mit Daten aus der Vorratsdatenspeicherung anfangen kann, dass dürfte bis heute den wenigsten Menschen wirklich klar sein.

Überaus eindrucksvoll zeigte David Kriesel in seinem 33C3-Vortrag „SpiegelMining – Reverse Engineering von Spiegel-Online“ am 28.Dezember 2016 in Hamburg auf, was man mit großen Datenmengen so alles anfangen kann. David hat seit Mitte 2014 über 70.000 Artikel von SpiegelOnline systematisch erfasst und gespeichert und präsentiert anschaulich, wie sogar persönliche Beziehungen unter den Redakteuren aus dieser Artikel-Sammlung extrahiert werden können…

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iPhoneTracker – Wirklich ein Problem?

Es geht durch alle Nachrichten: Apple speichert auf iPhone, iPad uws. Bewegungsdaten des Benutzers – unerlaubt und unbemerkt! Diesen Umstand haben Alasdair Allan und Pete Warden auf einer Webseite dokumentiert und auch gleich ein Tool, den iPhoneTracker, geliefert, welches diese Daten anzeigen kann (solange sie nicht geschützt sind).

Es herrscht “angeblich” weltweites Entsetzen, aber was wird wirklich dokumentiert? Ich habe das Gefühl, es wird restlos übertrieben, aber: Machen wir doch mal die Probe aufs Exempel!

Ich habe mal exemplarisch einen Screenshoot von einem Tag gemacht und präsentieren selbigen hier im (fast) Original (ich habe lediglich im oberen Bildschirmbereich den Namen meines iPhones entfernt!).

Was lest Ihr daraus? Ich werde bis zur “Auflösung” nur “ja” oder “nein” zu jedem Kommentar (wann, wo ist Minimum!) antworten und in einigen Tagen die Geschichte auflösen…

iPhoneTracking vom 16.12.2010

iPhoneTracking Quiz-Frage

Angela Merkel und Dr. Wolfgang Schäuble für 5 Jahre hinter Gitter?

Als Chef und verantwortlichem des Finanzministerium droht Wolfgang Schäuble im Zusammenhang mit dem Erwerb der gestohlenen Schweizer Bankdaten-CD Gefängnis:

(1) Wer eine Sache, die ein anderer gestohlen oder sonst durch eine gegen fremdes Vermögen gerichtete rechtswidrige Tat erlangt hat, ankauft oder sonst sich oder einem Dritten verschafft, sie absetzt oder absetzen hilft, um sich oder einen Dritten zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Die §§ 247 und 248a gelten sinngemäß.

(3) Der Versuch ist strafbar.

Quelle: Strafgesetzbuch, § 259 Hehlerei, Stand Januar 2010

Ebenfalls hat sich seine Chefin Angela Merkel öffentlich um die 5 Jahre “beworben”:

Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat.

Quelle: Strafgesetzbuch, § 26 Anstiftung, Stand Januar 2010

Du bist Terrorist!

Es gibt Dinge auf / in dieser unserer Welt, die will man eigentlich gar nicht wissen und schon gar nicht akzeptieren:

Erst kürzlich haben wir herausgefunden, daß in Deutschland mehr als 82 Millionen versteckte (potenzielle) Terroristen wohnen. Du bist einer davon.

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Quelle: Du bist Terrorist (Link gibt es leider nicht mehr)

Zugegeben, die dargestellte Situation ist (noch) übertrieben, aber im Zuge der globalen Entwicklung und der immer weiter gehenden Verknüpfung sind es letztlich nicht nur „staatliche Unternehmungen“ wie das BKA oder Geheimdienste, sondern auch private Unternehmen, die Daten missbrauchen können…

Weiter Hinweise: Die schöne neue Welt der Überwachung (Link gibt es leider nicht mehr)…

Datenschutz und die US-Geheimdienste

Merkwürdig, wie die gestrige Meldung von heise online mit dem Artikel zusammen passt, den ich vor 2 Tagen schrieb:Google und die US Geheimdienste. In der heise online Meldung heisst es:

Datenschützer: Suchmaschinen sollen auf personenbezogene Daten verzichten

Die Internationale Konferenz der Datenschützer fordert die Suchmaschinen-Anbieter auf, künftig keine personenbezogenen oder personenbeziehbare Daten wie zum Beispiel IP-Adressen nach dem Ende der Nutzung zu speichern. So solle verhindert werden, dass personenbezogene Daten der Nutzer dem Zugriff Dritter ausgesetzt sind…

Und weiter untem in der Meldung wird es dann noch etwas konkreter:

Anbieter von Suchmaschinen … „haben die Möglichkeit, detaillierte Interessenprofile ihrer Nutzer aufzuzeichnen“ … Deshalb seien sie (diese Informationen) nicht nur für die Suchmaschinen-Anbieter, sondern auch für Dritte nützlich. Das habe das Begehren des US-amerikanischen Justizministeriums nach Daten aus dem Google-Fundus im Frühjahr 2006 gezeigt. …

Interessant finde ich, das die Datenschützer es jedoch nicht wagen, offen gegen CIA, NSA und Co. anzutreten, sondern den „Umweg“ US Justizministerium und Child Online Protection Act (COPA) gewählt haben…