abGEZockt – Deutschland, wie lange noch?

Wie lange werden sich die Bürger unseres Landes noch von der GEZ abzocken lassen?

Merkt eigentlich noch irgend jemand die Einschläge?

Da muss für Geräte bezahlt werden, die nicht einmal angeschlossen sind – nur weil sie „theoretisch“ zum Empfang eines TV-Programms geeignet wären, das eh niemanden interessiert?

Es wird höchste Zeit, das sich das Volk mal mobilisiert!

Mehr zum Thema:

PC-Gebühr
GEZ abschaffen

revido.de – nach Abmahnung immer noch ohne mich!

Da bin ich doch heute damals in 2006 am vorletzten Tag vor Silvester über einen Referer-Link in den Logs gestolpert, der mich zu einem Forum (webhosting-opfer.de die Webseite gibt es nicht mehr) führte, in dem unter anderem über die Sperr- und Abmahn-Praktiken der Webhosting-Firma Revido berichtet wird wurde. In dem Forumsbeitrag ( “meine geschichte oder die des forums von charmedforever” – existiert auch nicht mehr) wird wurde ein Schreiben der Webhosting-Firma REVIDO wie folgt zitiert:

Absender: Support
Nachricht:
Sehr geehrter Kunde ,

danke für Ihre Antwort. In Ihrem Fall wurde eines Ihrer Scripte für den
illegalen Mailversand missbraucht.
Es wurden unverifizierte Daten über ein Formular ( POST / GET ) an die
mail() weitergereicht.
Dies stellt eine erheblche Sicherheitslücke dar.

Da Sie gemäss deutschem Recht und unseren AGB für den sicheren Bertrieb

Ihrer Webseite verantwortlich sind,
ziehen wir Sie zur Rechenschaft.

Forderungen welche gegen Sie geltend gemacht werden können Sie eventuell an
den Scripthersteller weiterreichen.
Bitte kontaktieren Sie hierzu Ihren Rechtsbeistand.

https://www.stephan-hertz.de/blog/archives/formmailer-spam-missbrauch-wie-verhindern.html
————————————

Sie finden diese Mitteilung auch im Kundenbereich.

http://www.revido.de/kundenbereich

Vielen Dank das Sie sich für Revido entschieden haben!

Mit freundlichen Grüssen
Revido Support

Im ersten Moment fühlte ich mich sehr wohl geschmeichelt! “Eine Webhosting-Firma verweist auf einen Artikel von mir, nice!” – dachte ich! Doch als ich dann nachgelesen habe, worum es in dem Forum geht, wurde mir mehr und mehr “anders”…

Auch wenn ich es jetzt nicht genau nachgezählt habe, so geht ging doch “augenscheinlich” eine Mehrzahl der Beiträge um eben jene Firma Revido – allesamt mit sehr negativem Beigeschmack. Von Abzocke (im Sinne von Knebelverträgen/-klauseln) und Datenverlust wird wurde berichtet, von hohen Rechnungen und jeder Menge Ärger.

Nachdem ich einige Zeit in dem Forum nachgelesen habe hatte, stieß ich auf die URL www.revido-opfer.de. Anscheinend ein ehemaliges Forum, das sich ebenfalls mit der Firma REVIDO beschäftigt hatte. Dazu las ich folgenden Beitrag:

Andy musste wegen einer einstweiligen Verfügung das Forum “Revido-Opfer.de” schließen.
M.H. war so lustig und hat sich den Domain-Namen “geholt” und auf seinen Webhoster umgeleitet Laughing Ich finds prima, somit wissen die potentiellen neuen Kunden, auf was sie sich eventuell einlassen, wenn sie bei R… hosten. Denn der Name Revido-Opfer kommt ja nicht von ungefähr…

Quelle: “Kennt ihr schon den Hoster www.revido-opfer.de?” (Auch diese Quelle existiert inzwischen nicht mehr!)

Darauf hin habe ich mal etwas nachgeforscht und bin in den AGB der Firma REVIDO auf folgenden Paragraphen gestoßen:

Die AGB der Firma revidio.de lauten unter Punkt 7 wie folgt:
(inzwischen stark verändert – siehe unten)

7. Pflichten des Kunden

Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben
Homepages dürfen keine Informationsangebote mit rechtswidrigen Inhalten enthalten oder auf solche verweisen. Hierzu zählen insbesondere Informationen und Darstellungen, die

1. den Krieg verherrlichen
2. zum Rassenhass aufstacheln
3. Gewalttätigkeiten gegen Menschen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt (§ 131 StGB)
4. Gewalttätigkeiten, die den sexuellen Missbrauch von Kindern oder sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren zum Gegenstand haben (§ 184 Abs. 3 StGB).

Bei Inhalten, die unter das Gesetz zum Schutz vor jugendgefährdenden Schriften fallen oder offensichtlich geeignet sind, Kinder oder Jugendliche sittlich schwer zu gefährden oder in ihrem Wohl zu beeinträchtigen, ist durch technische Vorkehrungen oder in sonstiger geeigneter Weise Vorsorge zu treffen, dass die Übermittlung an oder Kenntnisnahme durch nicht volljährige Nutzer ausgeschlossen ist.

Die nationalen und internationalen Urheberrechte sind zu beachten.

Bei Verstößen gegen die in den vorgenannten Punkten aufgeführten Pflichten, sowie bei begründeten erheblichen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der eingestellten Inhalte ist die Revido Ltd. berechtigt, die Homepage unverzüglich unter Ausschluss von eventuellen Schadensersatzansprüchen des Nutzers zu sperren. Weiterhin zahlt der Kunde an Revido Ltd. eine Vertragsstrafe in Höhe von 250,00 € in jedem Fall des Verstoßes gegen Vertragspflichten. Der Fortsetzungszusammenhang ist ausgeschlossen.
Darüber hinaus ist der Kunde verpflichtet, sämtliche Kosten, die der Revido Ltd. durch sein Fehlverhalten bei Bezahlungvorgängen oder Verstössen gegen die AGB entstanden sind, als Schadensersatz der Revido Ltd zu erstatten. Dies betrifft zum Beispiel Rücklastschriften bei Kreditkartenzahlung oder elektronischem Lastschriftverfahren und Accountsperrungen.

Jeder Nutzer ist verantwortlich für die Inhalte die unter seiner Domain publiziert werden. Der Nutzer haftet bei Verletzungen gegenüber Dritten selbst und unmittelbar.

Das nenne ich mal “Knebel-Bedingungen” :-D

Nach dieser Formulierung kann ich jederzeit Daten des Kunden löschen, sobald ich auch nur den kleinsten Fehler im Umgang mit dem Urheberrecht vorfinde und kann dann auch noch eine Rechnung über 250,- € stellen!
Ein einziger Satz zitiert ohne Quellenangabe würde auslangen, um diesen Sachverhalt zu begründen (soweit mich mein Rechtsverständnis nicht täuscht). Das ein deutsche Gericht in einem solchen Falle wegen Bagatelle nicht ein mal tätig werden würde (solange es sich um einen Satz handelt – die tatsächliche Grenze ist mir nicht bekannt), sagt mir mein Rechtsverständnis auch.

Fazit: Ich habe nichts mit REVIDO zu tun (und will auch gar nicht mit der Webhosting-Firma REVIDO in Verbindung gebracht werden. Da wird dann wohl Anfang der Woche mein Anwalt was zu tun bekommen….

UPDATE: 10. Dezember 2008

Herr Haubold von Revido hat sich telefonisch wie auch per eMail bei mir gemeldet und bittet um die gänzliche Entfernung dieses Eintrags. In den inzwischen immerhin 54 Kommentaren seinen unhaltbaren Anschuldigungen (unter anderem “Er sei ein Betrüger”), vorgebracht worden und bei drei oder vier Einträgen – unter anderem oben genannten Betrugsvorwurf – muss ich ihm voll und ganz recht geben. Was mit den restlichen 50 Kommentaren geschehen wird, werde ich juristisch überprüfen lassen – die sind vorläufig erst einmal “ausgeblendet”…

UPDATE: 30.06.2011

Ich wurde am 25.06.2011 von Revido wegen dieses Blogeintrags abgemahnt. Ich werde diesen Eintrag nicht löschen. Revido hat mich durch Nennung in ihren Emails mit ihnen in Verbindung gebracht und ich möchte mich weiterhin von Revido distanzieren.

Es bleibt Folgendes festzustellen:

Es gab zu diesem Zeitpunkt in den Foren webhosting-opfer.de und revido-opfer.de eine Vielzahl von Beiträgen zu Revido, die die plötzliche Löschung von Webseiten, die mit  Urheberrechtsverstößen, Mailformularmissbrauch und Verbreitung von Schadsoftware begründet wurden, kritisierten. Darüber hinaus wurde die damit verbunden Vertragsstrafe oder Gebühr bemängelt. Außerdem gab es kritische Stimmen über die Werbung des Hosters, nach der es keine versteckten Kosten gäbe und dass dann Gebühren für gewisse Änderungen erhobenen wurden. Es wurde auch darüber diskutiert, ob Revido erst durch die Vertragsstrafen die günstigen Preise finanzieren könne.

Es gab dort diffamierende Äußerungen und nicht bewiesene Behauptungen aller Art. Mit der Frage, inwieweit die Vorwürfe gerechtfertigt gewesen sein mögen, beschäftigen sich nach wie vor kritische Beiträge aus dem Jahr 2006 in diversen Foren z.B. board.gulli.com, onlinekosten.de oder webhostlist.de.

Mir liegt eine Aussage des Geschäftsführers von Revido vor, nach der Revido in den Jahren 2005/06 häufig Schwierigkeiten mit Kunden gehabt hätte, die illegales oder urheberrechtlich geschütztes Datenmaterial auf ihren Servern ablegt hätten. Nach Aussage des Geschäftsführers kam es dadurch oft dazu, dass von offizieller Seite (Carrier, IP-Providern, Polizei, Staatsanwaltschaft, LKAs usw.) ganze Server und IPs tagelang abgeschaltet worden seien.

Ich will gar nicht mit den Einzelheiten dieses Konflikts zwischen Revido und aufgebrachten Kunden beschäftigen. Mein Artikel sollte im Jahr 2006 ausschließlich der Distanzierung von Revido dienen. Immerhin hatte Revido auf meinen Blog verlinkt.

Eine erneute Suche im Web hat keine aktuellen kritischen Äußerungen über das Verhalten von Revido ergeben. Insofern gehe ich davon aus, dass sie jetzt umsichtiger und kundenfreundlicher vorgehen und die damalige Kritik aus Anfangsschwierigkeiten resultierte?

Die AGBs der Firma wurden geändert (Revido AGB) – eine Vertragsstrafe wird nicht mehr in allen Fällen fällig…

Tatort Italien 2006: Doping-Skandal Österreich

Zwei Österreicher Biathleten sind spurlos verschwunden, eine Tüte mit Spritzen fliegt während einer Drogen- / Doping-Razzia der Italienischen Polizei aus dem Fenster und dann kommt es in der Nacht auch noch zu einer spektakulären Verfolgungsjagd: Walter Mayer, der Trainer der beiden Athleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann, flieht vor der Polizei und kracht dabei in eine Straßensperre: Zwei kaputte Autos und Walter Mayer nun im Gefängnis.

Wieso dopen Athleten überhaupt noch so kurz vor oder während der Spiele? Jeder muss doch damit rechnen, getestet zu werden. Logische Konsequenz: Der Ausschluss und Sperren. Vielleicht sind die Strafen ja immer noch nicht hoch genug? Ich für meinen Teil wünsche Herrn Mayer auf jeden Fall einen angenehmen Aufenthalt im Italienischen Gefängnis….

Doping und seine Wirkstoffe. Verbotene Arzneimittel im Sport.

Serverschleuder entschuldigt: Alles nur „Spontan-Cholerikertum“

Anscheinend ist man bei Serverschleuder.de vernünftig geworden, aber der bereits angerichtete Schaden ist gewaltig!

Unter dem Titel Anti-Marketing ist heute bei Das Rootserver-Experiment folgende Entschuldigung des Geschäftsführers Michael Heizmann

Sehr geehrter Herr Schlenker,

Erst einmal danke für das mit Ihnen geführte Telefonat von eben! Leider ist es nicht gerade mein Stärke große Gegendarstellung zu schreiben und ich hoffe Sie verzeihen mir.

Ich möchte mich bei Herrn Hölscher für die etwas verunglückten Mails etc von mir und meines Kollegen entschuldigen. Es war nicht meine Absicht, diese Diskussion so hoch zu puschen! Ich weiß, dass ich auch Fehler gemacht habe, die man so nicht einfach Rückgängig machen kann aber ich würde Herrn Hölscher gerne um die Entfernung meines Textes auf seiner HP bitten.

Was die Androhung von rechtlichen Schritten angeht so ist dies eher eine Kurzschlussreaktion gewesen die nicht so gemeint war. Leider reagiere ich in manchen Situationen nicht gerade zu meinem Vorteil aber ich hoffe wir können diese Streitigkeiten bei Seite legen.

Auch Thomas Hölscher, der eigentlich Betroffene, hat ein Schreiben erhalten und kommentiert:

überraschenderweise erhielt ich soeben diese Mail von Herrn H. von Serverschleuder.de:

Hallo Herr Hölscher, ich möchte mich bei Ihnen für die Mails aus unserem Hause entschuldigen! Leider sind einige Sachen zusammengekommen die hierzu führten. Es war in keinster Weise meine Absicht dies soweit kommen zu lassen und Ihnen zu drohen. Man könnte es als Kurzschlussreaktion bezeichnen, ja ich denke dies war so! Es war auch nicht in Ordnung was mein Kollege Ihnen geschrieben hatte, leider habe ich dies erst hinterher erfahren und konnte nichts mehr daran ändern. Für das was war kann ich mich nur Entschuldigen aber leider nicht mehr rückgängig machen. Bitte entschuldigen Sie vielmals. Mit freundlichen Grüßen XX

Nun würde mich ja nur noch interessieren, welche Dinge dort genau zusammengekommen sind, die zu solchen Äußerungen geführt haben.

Welchen Schaden „Spontan-Cholerikertum“ anrichten kann, belegte damals eine Suche nach „Serverschleuder“ bei Technorati eindrucksvoll…

Fazit: Was für den einen Anti-Marketing ist, das ist für den andern eine super PR – Gratuliere Thomas!

Der Livedoor-Skandal weitet sich aus: Selbstmord

Und da dachte ich, Harakiri sei im modernen Japan nicht mehr üblich (1868 wurde Harakiri in Japan verboten), aber so kann man irren… In Netzzeitung.de ist heute folgender Artikel erschienen: Selbstmord im Livedoor-Skandal, darin heisst es:

Ein früherer Manager des japanischen Skandal-Unternehmens Livedoor hat offenbar Selbstmord begangen. Die Internetfirma bestritt die Vorwürfe der Bilanzfälschung und Kursmanipulation.

und weiter

Ein früherer Manager der Firma – der heutige Vizepräsident des mit Livedoor verbundenen Tokioter Wertpapierunternehmens H. S. Securities, Hideaki Noguchi – ist nach Polizeiangaben am Mittwochabend tot in einem Hotel der südjapanischen Stadt Naha aufgefunden worden. Der 38-Jährige beging demnach vermutlich Selbstmord.

Da bleibt eigentlich nur noch festzustellen, was sowieso jeder schon wissen sollte: „Ehrlich währt am längsten!“ und „Wer hoch steigt, fällt tief!“. Zwei Sprichwörte, die es wirklich in sich haben.

Letztlich droht Livedoor jetzt sogar, gänzlich aus der Börse geworfen zu werden:

Wie der neue Präsident der Tokioter Börse, Taizo Nishimuro, am Donnerstag mitteilte, könnte Livedoor von der Börse genommen werden. «Wenn wir eine sichere Erklärung für die Vorwürfe bekommen, ist das ausreichend für uns, den Schritt zu machen.»

Immerhin haben so manche Investoren offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt und gekauft – der DAX steht heute um 13:21 Uhr bei einem Kurs von 5416,26 (+0,38%).

Die „edelste“ Pflicht des Samurais
In Japan entstand im späten Mittelalter eine Ritterschaft, deren Mitglieder sich „Samurai“ nannten. Zu deren „edelsten“ Pflicht gehörte es, sich im Falle einer Niederlage selbst zu töten und zwar in der vorgeschriebenen Form des „Harakiri“ (auch „Seppuku“ genannt).

Livedoor-Skandal – Nikkei-Verluste ziehen europäische Börsen nach unten.

Die Japaner beenden am Mittwoch ihre Börsensitzung aufgrund des hohen Hanndelsaufkommen 20 Minuten früher und setzten den Kurs von Livedoor ganz aus.

Die Affäre um das japanische Internetunternehmen Livedoor setzt die Börse in Tokio weiter unter Druck. Der Nikkei-Index schloss am Mittwoch mit einem erneuten Minus von 2,9 Prozent. Bereits am Dienstag war der Nikkei-Index um 2,8 Prozent eingebrochen, nachdem bekannt geworden war, dass die Staatsanwaltschaft Büros von Livedoor durchsucht hatte.

N-TV ist einer der ersten Nachrichten-Sender, der genaueres ver̦ffentlicht: Livedoor-Skandal РNikkei rutscht weiter ab.

Ausgelößt wurde der Kursrutsch gestern, nachdem bekannt wurde, das Livedoor (der japanisches Internet-Star):

Livedoor-Chef Takafumi Horie ist in Japan wegen seiner unkonventionellen Art eine Berühmtheit, wegen seines Erfolges gilt er als der japanische Bill Gates – da macht sich der Besuch der Justiz nicht gut.

Droht jetzt ein Crash? Zumindest eröffnen alle europäischen Börsen heute mit deutlichen Verlusten. Stand um 10:59 Uhr:

  • Dax -1,56 %
  • FTSE 100 Index – 1,00 %
  • CAC 40 Index -1,15 %

Aber irgendwie kann bei den Kurs-Rückgängen kaum von Crash geredet werden. Jetzt lohnt antizyklisches Verhalten, denn solche Momente sind Kauftage…