Bundestagswahl 2009, die größten Verlierer…

Die SPD hatte 2005 noch ganze 16.194.665 Stimmen bekommen, bei dieser Wahl waren es gerade mal noch 9.988.843. In den Diagrammen ließt sich das als Verlust von 34,2% auf 23%, also 11,2%. Betrachten wir aber die absoluten Zahlen, dann hat die SPD nicht 11,2% sondern tatsächlich 38,32% Ihrer Wähler verloren. Wann ist eine Volkspartei eigentlich noch eine “Volkspartei”?

Ebenfalls beeindruckende Verluste hat die CSU “eingefahren”, die statt 3.494.309 in 2005 dieses Jahr gerade mal noch 2.830.210 Stimmen für sich gewinnen konnte. Offiziell ließt sich das als Verlust von 7,4% auf 6,5% – also 0,9%. Tatsächlich hat die CSU aber über 19% Ihrer Wähler verloren – fast jeder fünfte Wähler!

Ebenfalls ein Lichtblick: Die Wählerabwanderung der NSDAP NPD (über 15% Verluste) und REP (minus 27,3%), haben sich die Wähler etwa beeinflussen lassen?

Auch die Wahlbeteiligung hat kräftig an Wählern verloren und das trotz diverser Aktionen gegen diesen Trend…

Quelle: Der Bundeswahlleiter

2 Antworten auf „Bundestagswahl 2009, die größten Verlierer…“

  1. Schon faszinierend, da eben zu lesen, dass es nur mehr 10 Mio Wähler sind die zur SPD stehen. Aber vielleicht hilft die Oppositionsrolle ja hier wieder etwas an Fahrt aufzunehmen.
    Ich habe den ganzen Wahlkampf vermisst, dass irgendjemand sich wirklich Gedanken und Vorstellungen zur Entwicklung dieses Staates in den zukünftig zu erwartenden Szenarien macht. Natürlich hat die derzeitige Finanzkrise vieles überdeckt, und dass die gelb schwarze Riege sich da als “Retter” aufspielen konnte war gar nicht so überraschend. Irgendwie hat zwar niemand an die Steuersenkungen geglaubt – aber man hatte, das Gefühl dass sie zumindest versuchen die Wirtschaft irgendwie in Gang zu bringen und die Botschaft “nur Wachstum hilft und wir sind die einzigen die Wachstum anstreben” hat anscheinend geholfen.
    Im Bereich Klimaschutz hat es Merkel geschafft, sich ohne große Aussagen irgendwie vor die Grünen zu positionieren und was die Lage der Arbeitenden betrifft hat die SPD sich durch die verständliche, aber kontraproduktive Abgrenzung von den Linken, völlig ins out manövriert.
    Und so bleiben die großen Zukunftssorgen – z.B. was passiert im Energiesektor wenn wie irgendwann aus dem Öl aussteigen müssen weils zu teuer wird – was passiert, wenn immer mehr Arbeitnehmer in prekäre Arbeitsverhältnisse abgleiten – völlig unbeantwortet.

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