Amazon und der Kundenservice

Das Amazon ein sehr kundenfreundliches Unternehmen ist, habe ich ja selbst schon feststellen können, nun habe ich einen weiteren Beweis dafür gefunden: Amazon und die Portorückerstattung.

Die Rücknahmegarantie und die Hilfe zum Thema „Rücksendungen“ ist sehr übersichtlich und leicht zu finden. Auch das Thema: Rückerstattung der Portokosten wird behandelt. So heißt es unter „Hilfe“ -> „Rücksendungen“ -> „Unsere Rücknahmegarantie“…

Eine kurze Nachricht an den Service löst das Problem. Gleich am nächsten Tag gab es eine nette Antwort und das Versprechen, dass ich die 4,30 Euro bekäme. Funktioniert ja alles ganz gut Amazon – Kontrolle ist aber besser. Trotzdem sieht man hier ganz schön, dass sich Probleme auch mit EINER Mail und EINER netten Antwort lösen lassen. Danke Amazon! Ich kaufe gerne bei euch ein.

Klasse, denn Kundenservice ist schon lange nicht mehr allgegenwärtig!

Google, Amazon, eBay - Die neuen APIs nutzen mit PHP, Perl und .NET, mit CD

Google goes YAHOO?

Andere waren zwar schneller (Google Finance gestartet oder neue Google Funktionen mit Google Finance Beta) aber trotzdem will ich es erwähnen – zumal das auch etwas für mich werden könnte: finance.google.com ist die offensichtliche Antwort auf YAHOO! Finanzen.

Noch sind zwar lange nicht alle Aktien mit Kurs-Chart vertreten, aber zumindest Unternehmens-Informationen sind (meine Aktien waren alle zu finden) bereits vorhanden. Warten wir mal ab, wie viel „Power“ Google in die Weiterentwicklung der Beta steckt…..

Google Aktien eingebrochen

Gesammt-Wert aller Google-Aktien: 118 Milliarden Dollar – was für eine Summe!

Wie DPA berichtet (der Artikel ist bei www.heise.de nachzulesen) hat Google zwar seit Freitag 8,5% (das entspricht einem Wert von 11 Milliarden Dollar) verloren, ist aber immer noch mit Abstand größter Internet-Riese (eBay 63 Milliarden Dollar, Yahoo 47,9 Milliarden Dollar).

Zu dem Kurseinbruch kam es durch Intervention des US-Justizministeriums:

Das US-Justizministerium will Google zur Herausgabe von Millionen Suchanfrage-Daten aus einer Woche zwingen. Dies hat Google abgelehnt. Die Wall Street sorgte sich über die Reaktionen von Internet-Nutzern auf die Forderungen Washingtons.

Hinzu kam die Enttäuschung über die in dieser Woche vorgelegten Geschäftsergebnisse des Google-Hauptkonkurrenten Yahoo. Dies ließ an der Wall Street teilweise Befürchtungen über die Google-Zahlen für das Schlussquartal 2005 aufkommen. Sie werden am 31. Januar vorgelegt.

Berücksichtigt man nun, das Google damit 16% unter dem Höchststand vom 11.Januar 2006 liegt, dann ist bald wieder „Kaufzeit“…

Nachtrag: Was will eigentlich das US-Justizministerium mit den Daten? Eine Erklärung ist hier zu finden:

the Bush administration demanding last year that Google and other search engines turn over aggregate search information to help revive a child protection law. Google has refused to comply with the subpoena. A motion has been filed this week by US Department Of Justice to force Google to hand over the data.

In particular, the Bush administration wanted one million random web addresses and records of all Google searches for a one week period. The government apparently wants to estimate how much pornography shows up in the searches that children do.

Die Amerikaner versuchen mal wieder den Moral-Apostel zu spielen… Dabei interessant finde ich die Headline des Artikels: Bush Administration Demands Search Data; Google Says No; AOL, MSN & Yahoo Said Yes.

Wieso macht sich dann die Börse sorgen um Google, ich würde die anderen SuMas als viel kritischer „bewerten“! Wer will schon gerne seine Daten beim US-Justizministerium wissen?

Der Livedoor-Skandal weitet sich aus: Selbstmord

Und da dachte ich, Harakiri sei im modernen Japan nicht mehr üblich (1868 wurde Harakiri in Japan verboten), aber so kann man irren… In Netzzeitung.de ist heute folgender Artikel erschienen: Selbstmord im Livedoor-Skandal, darin heisst es:

Ein früherer Manager des japanischen Skandal-Unternehmens Livedoor hat offenbar Selbstmord begangen. Die Internetfirma bestritt die Vorwürfe der Bilanzfälschung und Kursmanipulation.

und weiter

Ein früherer Manager der Firma – der heutige Vizepräsident des mit Livedoor verbundenen Tokioter Wertpapierunternehmens H. S. Securities, Hideaki Noguchi – ist nach Polizeiangaben am Mittwochabend tot in einem Hotel der südjapanischen Stadt Naha aufgefunden worden. Der 38-Jährige beging demnach vermutlich Selbstmord.

Da bleibt eigentlich nur noch festzustellen, was sowieso jeder schon wissen sollte: „Ehrlich währt am längsten!“ und „Wer hoch steigt, fällt tief!“. Zwei Sprichwörte, die es wirklich in sich haben.

Letztlich droht Livedoor jetzt sogar, gänzlich aus der Börse geworfen zu werden:

Wie der neue Präsident der Tokioter Börse, Taizo Nishimuro, am Donnerstag mitteilte, könnte Livedoor von der Börse genommen werden. «Wenn wir eine sichere Erklärung für die Vorwürfe bekommen, ist das ausreichend für uns, den Schritt zu machen.»

Immerhin haben so manche Investoren offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt und gekauft – der DAX steht heute um 13:21 Uhr bei einem Kurs von 5416,26 (+0,38%).

Die „edelste“ Pflicht des Samurais
In Japan entstand im späten Mittelalter eine Ritterschaft, deren Mitglieder sich „Samurai“ nannten. Zu deren „edelsten“ Pflicht gehörte es, sich im Falle einer Niederlage selbst zu töten und zwar in der vorgeschriebenen Form des „Harakiri“ (auch „Seppuku“ genannt).

Livedoor-Skandal – Nikkei-Verluste ziehen europäische Börsen nach unten.

Die Japaner beenden am Mittwoch ihre Börsensitzung aufgrund des hohen Hanndelsaufkommen 20 Minuten früher und setzten den Kurs von Livedoor ganz aus.

Die Affäre um das japanische Internetunternehmen Livedoor setzt die Börse in Tokio weiter unter Druck. Der Nikkei-Index schloss am Mittwoch mit einem erneuten Minus von 2,9 Prozent. Bereits am Dienstag war der Nikkei-Index um 2,8 Prozent eingebrochen, nachdem bekannt geworden war, dass die Staatsanwaltschaft Büros von Livedoor durchsucht hatte.

N-TV ist einer der ersten Nachrichten-Sender, der genaueres ver̦ffentlicht: Livedoor-Skandal РNikkei rutscht weiter ab.

Ausgelößt wurde der Kursrutsch gestern, nachdem bekannt wurde, das Livedoor (der japanisches Internet-Star):

Livedoor-Chef Takafumi Horie ist in Japan wegen seiner unkonventionellen Art eine Berühmtheit, wegen seines Erfolges gilt er als der japanische Bill Gates – da macht sich der Besuch der Justiz nicht gut.

Droht jetzt ein Crash? Zumindest eröffnen alle europäischen Börsen heute mit deutlichen Verlusten. Stand um 10:59 Uhr:

  • Dax -1,56 %
  • FTSE 100 Index – 1,00 %
  • CAC 40 Index -1,15 %

Aber irgendwie kann bei den Kurs-Rückgängen kaum von Crash geredet werden. Jetzt lohnt antizyklisches Verhalten, denn solche Momente sind Kauftage…